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Künstler: Internationale Moderne

Erich Heckel

Maler, Grafiker, 1883–1970, Döbeln – Dresden – Berlin – Hemmenhofen

Mitbegründer der „Brücke“ 1905; seine Holzschnitte, darunter das farbige „Männerbildnis“ (1919), zählen zu den bekannten Blättern des Expressionismus.

Erich Heckel studierte Architektur in Dresden und gründete 1905 mit Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl die „Brücke“. Sommer in Dangast und an den Moritzburger Teichen prägten die Akte in der Landschaft. 1911 zog er nach Berlin. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sanitäter in Flandern. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten über 700 seiner Werke, 1944 verbrannte sein Berliner Atelier. Er lebte danach in Hemmenhofen am Bodensee und lehrte 1949–1955 in Karlsruhe.

Heckels Druckgrafik umfasst über tausend Holzschnitte, Radierungen und Lithografien. Er schnitt seine Stöcke selbst und druckte sie von Hand, oft mit Teilfärbungen; das „Männerbildnis“ von 1919, ein Farbholzschnitt, gilt als eines der bekannten Selbstbildnisse des Expressionismus. Die Motive reichen von Akten und Badenden über Kranke und Soldaten bis zu Landschaften. Die späten Arbeiten am Bodensee sind ruhiger und heller. Aquarelle von Reisen ergänzen das Werk.

Die Druckgrafik verzeichnen Annemarie und Wolf-Dieter Dube. Der Nachlass in Hemmenhofen gibt Auskunft; posthume Abzüge und Drucke aus späteren Auflagen sind von Lebzeitdrucken zu unterscheiden. Die Signatur steht meist in Bleistift unter der Darstellung, oft mit Jahreszahl. Reproduktionen in Büchern und Mappen sind auf glattem Papier gedruckt und zeigen keine Prägung.

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