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Künstler: Internationale Moderne

Fernand Khnopff

Maler, Zeichner, Bildhauer, 1858–1921, Grembergen – Brüssel

Belgischer Symbolist, Mitglied von „Les XX“ und auf der ersten Secessionsausstellung 1898 stark vertreten; Einfluss auf Klimt und die Wiener Moderne.

Fernand Khnopff wuchs in Brügge auf, studierte zunächst Jus und dann Malerei in Brüssel, wo er Schüler von Xavier Mellery war, und besuchte Paris. 1883 gehörte er zu den Gründern der Künstlergruppe „Les XX“. Er stand den englischen Präraffaeliten nahe und schrieb für die Zeitschrift „The Studio“. 1898 war er auf der ersten Ausstellung der Wiener Secession stark vertreten, sein Werk wirkte auf Klimt und die frühe Secession. Er starb 1921 in Brüssel.

Khnopffs Bilder zeigen verschlossene Frauengestalten, Sphinxen, leere Städte wie Brügge und Innenräume von großer Stille, oft nach Fotografien seiner Schwester Marguerite. Zu den bekannten Werken gehören „I lock my door upon myself“ (1891) und „Des caresses“ (1896). Er arbeitete in Öl, Pastell, Kreide und farbigem Stift und schuf Plastiken. Seine Villa in Brüssel war ein Gesamtkunstwerk und wurde später abgerissen.

Das Werkverzeichnis von Robert L. Delevoy, Catherine De Croës und Gisèle Ollinger-Zinque (1979) ist maßgeblich. Khnopff ließ nach eigenen Werken Fotogravüren und übermalte Fotografien herstellen, die als eigenständige Arbeiten gelten; sie sind von späteren Reproduktionen zu unterscheiden. Zeichnungen und Pastelle sind empfindlich gegen Licht und Abrieb. Originale sind selten im Handel.

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