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Künstler: Internationale Moderne

Max Beckmann

Maler, Grafiker, 1884–1950, Leipzig – Frankfurt – Amsterdam – New York

Maler der Triptychen und Selbstbildnisse; Mappen wie „Hölle“ (1919) und „Jahrmarkt“ (1922) bilden den Kern seiner Druckgrafik.

Max Beckmann studierte in Weimar und war vor 1914 ein erfolgreicher Maler der Berliner Secession. Als Sanitäter im Ersten Weltkrieg erlitt er einen Zusammenbruch, danach änderte sich sein Stil radikal. 1925–1933 lehrte er an der Frankfurter Städelschule. Im Juli 1937, am Tag nach Hitlers Rede zur Eröffnung des Hauses der Deutschen Kunst, verließ er Deutschland und lebte bis 1947 in Amsterdam. Danach lehrte er in St. Louis und New York, wo er 1950 starb.

Beckmanns Bilder zeigen enge, verschachtelte Räume, Figuren mit schwarzen Konturen, Selbstbildnisse und mythologische Szenen; neun vollendete Triptychen bilden den Höhepunkt. Druckgrafik entstand vor allem 1914–1923: die Kaltnadelmappe „Gesichter“ (1919), die Lithografiemappe „Hölle“ (1919), „Jahrmarkt“ (1922) mit zehn Kaltnadelradierungen und „Berliner Reise“ (1922). In Amerika folgte 1946 die Lithografiefolge „Day and Dream“. Die Grafik zeigt dieselben Motive wie die Gemälde: Bars, Jahrmärkte, Familienszenen und Selbstbildnisse.

Die Druckgrafik verzeichnet James Hofmaier (1990), die Gemälde Erhard und Barbara Göpel (1976). Beckmann druckte in kleinen Auflagen, häufig in mehreren Zuständen; Probedrucke und Vorzugsdrucke sind gesucht. Mappen sind nach Vollständigkeit und Impressum zu prüfen. Bei Werken aus deutschen Sammlungen ist die Herkunft 1933–1945 zu klären. Die Mappe „Die Hölle“ erschien 1919 bei J. B. Neumann in Berlin.

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