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Künstler: Wiener Werkstätte

Maria Likarz

Designerin, Grafikerin, Keramikerin, 1893–1971, Przemyśl – Rom

Grafikerin und Stoffentwerferin der Wiener Werkstätte 1912–1914 und 1920–1931; baute an der Burg Giebichenstein eine Emailwerkstatt auf.

Maria Likarz besuchte 1908–1910 die Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und studierte 1910–1914 an der Kunstgewerbeschule bei Josef Hoffmann, Rosalia Rothansl und Anton von Kenner. Für die Wiener Werkstätte arbeitete sie 1912–1914 und von 1920 bis zur Auflösung 1931. Dazwischen lehrte sie 1916–1920 als erste Frau an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle. 1938 emigrierte sie mit ihrem Mann, dem Arzt Richard Strauss, über Korčula nach Rom, wo sie als Keramikerin arbeitete. Sie starb 1971 in Rom.

Ihr Schwerpunkt bei der Wiener Werkstätte lag zunächst in der Werbegrafik: Postkarten, Anzeigen, Plakate, Packpapiere, Papeterien und Marmorpapiere. Später kamen Keramik, Email und Mode hinzu, dazu zahlreiche Stoffmuster. 1922 schuf sie mit Vally Wieselthier Reliefs für Oskar Strnads Raum auf der Deutschen Gewerbeschau München, 1928 Wandmalereien für die Firma Bernhard Altmann in Wien. In Paris stellte sie 1925 und 1930 aus.

Postkarten der Wiener Werkstätte sind rückseitig mit Nummer und Verlagsvermerk bedruckt; Likarz-Karten sind über das Werkverzeichnis der Postkarten zuzuordnen. Stoffe tragen auf der Webkante den Druckvermerk der Werkstätte. Bei Keramik aus der römischen Zeit fehlen die Wiener Marken; Stil und Signatur sind dann ausschlaggebend. Packpapiere und Marmorpapiere sind fragil und werden häufig nur als Fragment angeboten.

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