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Künstler: Wiener Werkstätte

Lotte Calm

Keramikerin, Designerin, 1897–1974, Königliche Weinberge bei Prag – Leiden

Keramikerin und Stoffentwerferin der Wiener Werkstätte ab 1918; figürliche Keramik wie „Adam und Eva“ (1919) und „Das Duell“ (1925).

Lotte Calm besuchte in Wien Volksschule und Lyzeum und trat 1914 in die Allgemeine Abteilung der Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad ein, 1915 in die Fachklasse für Architektur bei Josef Hoffmann; weitere Lehrer waren Franz Čižek, Rudolf von Larisch und Anton Hanak. 1918 schloss sie ab und trat in die Wiener Werkstätte ein. Sie arbeitete auch für die Tonindustrie Scheibbs. 1927 heiratete sie den Kaufmann Josephus J. Wierink und lebte zuletzt in Wassenaar; sie starb 1974 in Leiden.

Für die Wiener Werkstätte entwarf Calm Stoffe, Mode, Schmuck, Holz- und Papierarbeiten, Taschen, Lampenschirme, Spielzeug, Glasdekore und vor allem figürliche und szenische Keramik: „Schaukel“ (1918), „Adam und Eva“ (1919), „Sitzende“ (1923), „Das Duell“ (1925). Stoffmuster wie „Akustik“ (1924), „Kristiania“ (1925) und „Tanne“ (1926) gehören dazu. 1918 malte sie mit Fritzi Löw, Vally Wieselthier und anderen den Stiegenaufgang der Textilabteilung in der Kärntner Straße 32 aus.

Calm signierte mit den Initialen „LC“; dazu kommen bei Keramik die Marken der Wiener Werkstätte. Ihre Figuren sind handmodelliert und farbig glasiert, oft mit kräftigen Farbkontrasten; abgeplatzte Glasur und ergänzte Finger oder Köpfe sind häufig. Stoffe sind über Musternamen und Jahr im Archiv zu bestimmen. Arbeiten für die Tonindustrie Scheibbs tragen deren Marke.

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