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Künstler: Wiener Werkstätte

Mela Koehler

Malerin, Grafikerin, Illustratorin, 1885–1960, Wien – Stockholm

Postkarten- und Modezeichnerin der Wiener Werkstätte, signiert MELA KOEHLER; ab 1931 Illustratorin in Stockholm.

Mela Köhler besuchte zwei Jahre die Malschule Hohenberger und studierte an der Kunstgewerbeschule, vermutlich 1908–1912, bei Koloman Moser, Rosalia Rothansl und Bertold Löffler. Sie arbeitete für die Wiener Werkstätte und für die Zeitschrift „Wiener Mode“, entwarf 1916 ein Modell für Emilie Flöge und 1916/17 Kostüme für die Oper Hannover. 1931 zog sie nach Schweden und heiratete 1932 in Stockholm, wo sie 1960 starb. In der Seestadt Aspern trägt seit 2018 eine Straße ihren Namen.

Ihre Postkarten zeigen elegante Damen, Kinder und Grußmotive, besonders zu Weihnachten; sie erschienen bei der Wiener Werkstätte, bei den Brüdern Kohn und bei Munk, für den sie auch Motive des Judentums zeichnete. Für Konegen illustrierte sie Märchenbücher, 1916 gestaltete sie Geschenkverpackungen für Bahlsen. In Schweden entstanden Kinderbücher wie „Sommarresan“ (1935) und „När Mormor var liten“ (1936), Aquarelle, Kostüme und Karten für den Verlag Sagokonst.

Koehler signierte ihre Entwürfe mit „MELA KOEHLER“, oft in Großbuchstaben im Bild. Karten der Wiener Werkstätte sind rückseitig nummeriert, Karten von Brüder Kohn und Munk tragen deren Verlagsvermerke. Lithografische Originaldrucke zeigen satte Farben ohne Raster; spätere Nachdrucke sind gerastert. Schwedische Bücher sind über Erscheinungsjahr, Verlag und Auflage zu bestimmen; englische Ausgaben erschienen 1937 und 1946.

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