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Künstler: Wiener Werkstätte

Kitty Rix

Keramikerin, 1901–1951, Wien – USA

Keramikerin der Wiener Werkstätte 1924–1928; Figurengruppen, Tintenfässer, Aschenschalen und Lampenfüße mit dem Monogramm „KR“.

Kitty Rix, Tochter von Julius Rix, dem kurzzeitigen Geschäftsführer der Wiener Werkstätte, und jüngere Schwester von Felice Rix, absolvierte eine dreijährige Ausbildung an der 1920 gegründeten Wienerberger Werkstättenschule für Keramik unter Robert Obsieger. 1926 hospitierte sie in der Modewerkstätte von Eduard Josef Wimmer-Wisgrill an der Kunstgewerbeschule. 1928 heiratete sie den Architekten Paul Tichacek. Später emigrierte sie nach San Francisco; sie starb 1951 in den USA.

Von Mai 1924 bis Mai 1928 gehörte sie der Entwurfsabteilung der Wiener Werkstätte an, bis 1931 lieferte sie Keramik. Ihre Modelle sind humorvolle Figuren und Gebrauchsstücke: das Tintenfass „Pferd“, eine Aschenschale mit Katze, ein Tintenfass in Fischform, Gruppen mit Schifahrern, Tennis- und Ballspielern, eine Kahnfahrt mit vier Figuren, Löwen, Buchstützen mit Reitern und ein Weihwasserkessel. 1930 wurden ihre Objekte auch in der Berliner Niederlassung verkauft.

Rix-Keramiken tragen das Monogramm „KR“, die Marke der Wiener Werkstätte und meist eine Modellnummer mit vorangestelltem „K“ oder „OK“, etwa K 317 für das Pferde-Tintenfass. Die Nummern lassen sich im Werkstättenarchiv nachschlagen. Die bunten Glasuren über weichem Scherben sind stoßempfindlich; Restaurierungen an Ohren, Händen und Kanten sind häufig und unter UV-Licht erkennbar.

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