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Künstler: Wiener Werkstätte

Jutta Sika

Malerin, Grafikerin, Designerin, 1877–1964, Linz – Wien

Moser-Schülerin und Mitbegründerin von „Wiener Kunst im Hause“ (1901); Tee- und Kaffeeservice für Josef Böck und Postkarten der Wiener Werkstätte.

Jutta Sika kam 1887 mit ihrer Familie von Linz nach Wien. Sie besuchte ab 1895 die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und ab 1897 die Malklasse der Kunstgewerbeschule bei Rudolf Ribarz, später bei Koloman Moser und Alfred Roller; ab 1900 nahm sie an Kursen in der neuen Keramikklasse von Friedrich Linke teil. 1901 gründete sie mit Therese Trethan und anderen die Vereinigung „Wiener Kunst im Hause“, eine Vorläuferin der Wiener Werkstätte. 1911–1933 leitete sie eine Zeichenklasse an der Gewerblichen Fortbildungsschule. Sie starb 1964.

1901 entwarf sie ein Tee- und Kaffeeservice für die Porzellanmanufaktur Josef Böck (Dekor Nr. 501) und ein Frühstücksservice für die Waechtersbacher Keramik. Um 1902 entstand eine Schale mit Messingmontierung, die Loetz für E. Bakalowits & Söhne ausführte. Sie zeichnete Postkarten für die Wiener Werkstätte, darunter Tiroler Ansichten (Nr. 632–636) und eine Krampuskarte (Nr. 760), entwarf Bühnenkostüme für Grete Wiesenthal, Christbaumschmuck für Demel und Accessoires für die Schwestern Flöge.

Böck-Porzellan trägt die Manufakturmarke und eine Dekornummer; Sikas Dekor 501 ist darüber eindeutig bestimmbar. Postkarten der Wiener Werkstätte sind rückseitig nummeriert. Frühstücksgeschirr aus Waechtersbach trägt die Bodenmarke dieser Manufaktur. Weil die Mitglieder von „Wiener Kunst im Hause“ oft gemeinsam ausstellten, sind Zuschreibungen ohne Dekornummer über zeitgenössische Publikationen wie „Das Interieur“ zu sichern.

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