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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Franz von Stuck

Maler, Bildhauer, Grafiker, 1863–1928, Tettenweis – München

Münchner Symbolist, Mitbegründer der Münchner Secession 1892 und Maler der „Sünde“, signiert in einem Quadrat aus Großbuchstaben.

Franz Stuck wurde 1863 in Tettenweis in Niederbayern als Sohn eines Müllers geboren und studierte an der Kunstgewerbeschule und der Akademie in München. Er wurde zunächst als Zeichner für die „Fliegenden Blätter“ und für Vorlagenwerke bekannt. 1892 gehörte er zu den Gründern der Münchner Secession. Ab 1895 lehrte er an der Münchner Akademie; Wassily Kandinsky, Paul Klee und Josef Albers waren seine Schüler. 1906 wurde er geadelt. Er starb 1928 in München.

Stuck malte „Die Sünde“ (1893) in mehreren Fassungen, Sphinx-, Medusa- und Faunbilder, Kämpfe, Reigen und Bildnisse, oft in schwerem Goldrahmen, den er selbst entwarf. Seine Villa in München, 1897/98 nach eigenen Plänen erbaut und eingerichtet, gilt als Gesamtkunstwerk. Als Bildhauer schuf er Bronzen wie die „Amazone“ und den „Athleten“, die in mehreren Größen gegossen wurden. Er arbeitete in Öl auf Holz und Leinwand.

Stuck signierte meist mit „FRANZ STUCK“ in Großbuchstaben, die zu einem Quadrat angeordnet sind. Gemälde in Wiener Privatbesitz sind selten; Bronzen, Grafik und Reproduktionen sind häufiger. Bei Bronzen sind Gießerstempel und Gusszeitpunkt zu prüfen, da Nachgüsse existieren. Das Werkverzeichnis von Heinrich Voss ist die Referenz für die Gemälde. Nachahmungen kommen vor.

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