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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Wilhelm Leibl

Maler, Radierer, 1844–1900, Köln – München – Aibling – Würzburg

Kölner Realist, der sich in Oberbayern dem Landleben widmete und mit „Drei Frauen in der Kirche“ ein Hauptwerk des deutschen Realismus schuf.

Wilhelm Leibl wurde 1844 in Köln geboren und studierte an der Münchner Akademie. Auf der Internationalen Kunstausstellung 1869 in München traf er Gustave Courbet, auf dessen Einladung er nach Paris ging. Zurück in Bayern zog er sich in Dörfer wie Berbling und Aibling zurück. Um ihn sammelte sich der Leibl-Kreis mit Wilhelm Trübner, Carl Schuch und Johann Sperl. Er starb 1900 in Würzburg.

Leibl malte Bauern, Jäger, Frauen in Tracht und Bildnisse mit äußerster Genauigkeit. „Drei Frauen in der Kirche“ (1878–1882) entstand über Jahre in einer Dorfkirche. Später wurde seine Malweise breiter und freier. Er schuf eine Reihe von Radierungen, vor allem Bildnisse, und Zeichnungen. Viele Bilder zerschnitt er, wenn sie ihn nicht befriedigten; Fragmente sind erhalten. Er malte in Öl auf Leinwand und Holz.

Leibl signierte mit „W. Leibl“ und oft mit Jahreszahl. Im Wiener Privatbesitz sind Gemälde selten; Radierungen und Reproduktionen sind häufiger. Werke des Leibl-Kreises werden gelegentlich ihm zugeschrieben; Malweise und Provenienz sind die Kriterien. Fragmente zerschnittener Bilder sind als solche zu erkennen und gesondert zu bewerten. Fachgutachten schaffen hier Klarheit über die Hand.

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