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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Ilja Repin

Maler, 1844–1930, Tschuhujiw – St. Petersburg – Kuokkala

Russischer Realist, Maler der „Wolgatreidler“ und der „Saporoger Kosaken“; Originale sind im Westen selten, Reproduktionen häufig.

Ilja Repin wurde 1844 in Tschuhujiw in der heutigen Ukraine geboren, lernte als Ikonenmaler und studierte an der Akademie in St. Petersburg. Mit den „Wolgatreidlern“ (1870–1873) wurde er bekannt. Nach einem Aufenthalt in Paris schloss er sich den Peredwischniki an, den Wandermalern. Er lehrte an der Akademie in St. Petersburg. Ab 1903 lebte er auf seinem Gut in Kuokkala, das nach 1917 zu Finnland gehörte; dort starb er 1930.

Repin malte historische Szenen wie „Iwan der Schreckliche und sein Sohn Iwan“ (1885) und „Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief“, Gesellschaftsbilder wie „Unerwartet“ und zahlreiche Bildnisse, darunter Lew Tolstoi, Modest Mussorgski und Mitglieder seiner Familie. Seine Malweise ist kraftvoll, psychologisch genau und lichtvoll. Er malte in Öl auf Leinwand, mit kräftigem, lebendigem Pinsel und genauer Beobachtung von Gesichtern und Gesten.

Repin signierte in kyrillischer Schrift, oft mit Jahreszahl. Originale außerhalb Russlands und Finnlands sind selten; im Handel erscheinen Studien, Zeichnungen und vor allem Reproduktionen. Fälschungen und Zuschreibungen von Schülerarbeiten an Repin sind verbreitet. Gutachten und Provenienz sind unverzichtbar; ausfuhrrechtliche Fragen bei Werken aus Russland sind zu beachten. Expertisen sind unerlässlich.

Epochen & Stile

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