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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Gustave Doré

Illustrator, Maler, Bildhauer, 1832–1883, Straßburg – Paris

Französischer Illustrator, dessen Holzstiche zur Bibel, zu Dante und Don Quijote in Buchausgaben weite Verbreitung fanden.

Gustave Doré wurde 1832 in Straßburg geboren und veröffentlichte schon mit 15 Jahren Karikaturen in Paris. Er wurde der erfolgreichste Buchillustrator seiner Zeit. Seine Holzstiche zu Dantes „Inferno“ (1861), zu „Don Quijote“ (1863) und zur Bibel (1866) erschienen in vielen Sprachen. 1869 eröffnete in London die Doré Gallery. Er starb 1883 in Paris. Er stellte im Salon aus und malte auch große Leinwände.

Doré entwarf Tausende Illustrationen, die von Holzstechern wie Héliodore Pisan auf Holzstöcke übertragen und geschnitten wurden. Zu seinen Werken gehören Illustrationen zu Perraults Märchen, Rabelais, Miltons „Paradise Lost“, Coleridges „Ancient Mariner“ und „London: A Pilgrimage“ (1872) mit Bildern des Londoner Elends. Daneben malte er großformatige religiöse Bilder und schuf Skulpturen. Seine Bildsprache verbindet dramatisches Licht, weite Räume und große Figurenmengen.

Im Handel sind Doré-Holzstiche häufig: als gebundene Prachtausgaben, als aus Büchern gelöste Tafeln und als gerahmte Einzelblätter. Frühe Ausgaben mit scharfem Druck sind von späteren Auflagen und fotomechanischen Reproduktionen zu unterscheiden; Papier und Druckbild geben Hinweise. Die Signatur „G. Doré“ steht im Stock, daneben der Name des Stechers. Originalzeichnungen und Gemälde begegnen nur vereinzelt.

Epochen & Stile

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