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Antiquitäten Wien

Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Anselm Feuerbach

Maler, 1829–1880, Speyer – Rom – Wien – Venedig

Deutscher Maler idealer Antikenbilder, 1873 bis 1876 Professor in Wien, wo er die Decke der Akademie-Aula entwarf.

Anselm Feuerbach wurde 1829 in Speyer geboren, studierte in Düsseldorf, München, Antwerpen und Paris bei Thomas Couture und lebte ab 1856 lange in Rom. 1873 wurde er Professor für Historienmalerei an der Wiener Akademie, verließ Wien aber 1876 nach Konflikten mit Kritik und Kollegen. Er starb 1880 in Venedig. Seine Stiefmutter Henriette Feuerbach veröffentlichte posthum sein „Vermächtnis“. Er wurde 50 Jahre alt.

Feuerbach malte Figuren aus Antike und Renaissance in ruhiger, monumentaler Haltung: „Iphigenie“ in mehreren Fassungen, „Medea“, „Das Gastmahl des Platon“, Bildnisse seines Modells Nanna Risi und Selbstbildnisse. Seine Farbigkeit ist gedämpft, mit grauen und braunen Tönen und kühlem Licht. Für die Aula der Wiener Akademie entstand das Deckenbild mit dem „Sturz der Titanen“. Seine Leinwände sind meist großformatig, die Figuren lebensgroß.

Feuerbach signierte mit „A. Feuerbach“ oder Monogramm, oft mit Jahreszahl und „Rom“. Gemälde in Wiener Privatbesitz kommen kaum vor; Studien, Zeichnungen und Reproduktionen der „Iphigenie“ und anderer Hauptwerke sind häufiger. Wiederholungen eigener Motive und Kopien von Schülern erfordern genauen Vergleich. Das Werkverzeichnis von Jürgen Ecker dient als Referenz. Ein Fachgutachten ist bei Gemälden unerlässlich.

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