Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.
Adolph Menzel
Maler, Zeichner, Grafiker, 1815–1905, Breslau – Berlin
Berliner Maler und Zeichner, dessen Holzstiche zu Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ das Bild des Preußenkönigs prägten.
Adolph Menzel wurde 1815 in Breslau geboren und übernahm nach dem Tod seines Vaters 1832 dessen lithografische Werkstatt in Berlin. Er bildete sich weitgehend selbst aus. Für Franz Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1840–1842) zeichnete er rund 400 Vorlagen für Holzstiche. Er wurde 1898 geadelt und starb 1905 in Berlin. Sein Werk umfasst Tausende Zeichnungen. Er blieb unverheiratet und lebte mit seiner Schwester.
Menzel malte Szenen aus dem Leben Friedrichs II. wie das „Flötenkonzert in Sanssouci“, Industriebilder wie das „Eisenwalzwerk“ (1872–1875), Hoffeste, Interieurs und frühe Freilichtstudien wie das „Balkonzimmer“. Er zeichnete unablässig, oft mit dem Zimmermannsbleistift, und arbeitete in Gouache, Lithografie und Radierung. Seine Detailgenauigkeit und Beobachtung des Lichts sind außergewöhnlich. Sein Werk umfasst auch zahllose Zeichnungen von Händen, Gesichtern und Gegenständen in Skizzenbüchern.
Menzel signierte mit „A. Menzel“ oder Monogramm, oft mit Jahreszahl. Im Wiener Handel erscheinen vor allem Holzstiche aus Buchausgaben, Lithografien und Reproduktionen. Originalzeichnungen sind selten und häufig mit Kopien oder Fälschungen vermischt. Das Grafikverzeichnis von Elfried Bock ist die Referenz für die Druckgrafik; Buchholzstiche sind von Einzeldrucken zu unterscheiden. Faksimiles kursieren.
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