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Epoche

Symbolismus

Kunstbewegung, um 1880–1910

Kunst der Innenwelt, des Mythos und der Todesahnung – von Böcklin und Khnopff bis zu Klimts Beethovenfries in der Secession.

Der Dichter Jean Moréas veröffentlichte 1886 in Paris ein Manifest des Symbolismus, das gegen Naturalismus und Positivismus die Idee, den Traum und das Unsagbare setzte. In der Malerei gehörten Gustave Moreau, Odilon Redon und Pierre Puvis de Chavannes, in Belgien Fernand Khnopff, in der Schweiz Arnold Böcklin und Ferdinand Hodler dazu. Die Wiener Secession stellte Khnopff 1898 aus; Gustav Klimt und Max Klinger brachten den Symbolismus nach Wien.

Bilder zeigen Frauengestalten als Sphinx, Medusa oder Femme fatale, Todesallegorien, Inseln, mythische Wesen, stille Landschaften und Seelenzustände. Die Malweise ist oft glatt und präzise, mit gedämpften oder edelsteinhaft leuchtenden Farben, Gold, Ornament und rätselhaften Inschriften. Grafik spielt eine große Rolle: Radierzyklen Klingers, Lithografien Redons, Zeichnungen Alfred Kubins. Kunsthandwerk übernimmt Motive wie Mohn, Schwan, Pfau und Seerose. Max Klinger kombinierte in seiner Beethoven-Statue Marmor, Bronze, Elfenbein und Bernstein. Bei Franz von Stuck bilden Gemälde, Rahmen und Inschrift eine Einheit.

Klimts Beethovenfries von 1902 ist im Untergeschoß der Secession zu sehen, seine „Judith“ von 1901 im Belvedere, „Tod und Leben“ im Leopold Museum. Kubin und Egger-Lienz entwickelten eigene Varianten. Im Wiener Handel sind symbolistische Druckgrafik, Zeichnungen Kubins, Werke aus dem Umkreis der Secession sowie Exlibris und Buchkunst gesucht. Fernand Khnopff stellte in der Secession aus und hatte Kontakte zu Wiener Sammlern.

Kubin-Zeichnungen wurden häufig gefälscht; Strichbild, Feder- und Tuschequalität, Papier und die Signatur mit Monogramm sind zu prüfen, Werkverzeichnis und Nachlass helfen. Klinger-Radierungen existieren in Probedrucken, Vorzugs- und späten Auflagen; Plattenzustand und Papier unterscheiden sie. Bei Gemälden der Secessionisten sind Rahmen aus der Werkstatt der Künstler ein Hinweis auf die Erstausstattung.

Woran man es erkennt

  • Femme fatale, Sphinx und Medusa
  • Tod, Traum und Mythos als Themen
  • Gold und edelsteinhafte Farben
  • rätselhafte Inschriften
  • glatte, präzise Malweise
  • Radierzyklen und Lithografien
  • Mohn, Schwan, Pfau und Seerose
  • Künstlerrahmen als Bildbestandteil

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.