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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Jean-François Millet

Maler, Zeichner, 1814–1875, Gruchy – Paris – Barbizon

Maler des bäuerlichen Lebens in Barbizon, dessen „Angelus“ zu einem der meistreproduzierten Bilder des 19. Jahrhunderts wurde.

Jean-François Millet wurde 1814 in Gruchy in der Normandie in eine Bauernfamilie geboren und lernte in Cherbourg und Paris. 1849 übersiedelte er nach Barbizon am Rand des Waldes von Fontainebleau, wo er bis zu seinem Tod 1875 lebte. Mit Théodore Rousseau gehörte er zum Kern der Schule von Barbizon. Seine Bilder stießen im Salon teils auf politische Ablehnung, weil sie die Landarbeit ernst nahmen.

Millet malte Bauern bei Saat, Ernte und Gebet: „Der Sämann“ (1850), „Die Ährenleserinnen“ (1857), „Das Angelusgebet“ (1857–1859). Daneben entstanden Hirtinnen, Holzfäller und Landschaften. Er zeichnete viel mit Kreide und Pastell und schuf Radierungen sowie Clichés-verre. Vincent van Gogh kopierte zahlreiche Motive Millets. Er malte in Öl auf Leinwand, meist in mittleren Formaten, mit erdigen Farben und schweren, ruhigen Figuren im Abendlicht.

Millet signierte mit „J. F. Millet“. Seine Motive wurden millionenfach reproduziert, als Druck, auf Porzellan, Kalender und Andachtsbildern; im Haushalt begegnen fast nur solche Reproduktionen. Seine Radierungen kommen im Handel vor, oft in späten Abzügen. Fälschungen von Zeichnungen sind bekannt; Papier, Kreideart und Provenienz werden geprüft. Vergleichsstücke mit gesicherter Provenienz sind nötig.

Epochen & Stile

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