Klassizistische Marmorskulpturen
Figuren, Büsten und Reliefs aus Carrara-Marmor zwischen 1780 und 1840.
Der Klassizismus orientierte sich an der antiken Skulptur und bevorzugte weißen Carrara-Marmor. Antonio Canova schuf für Wien das Grabmal der Erzherzogin Marie Christine in der Augustinerkirche und die Theseusgruppe, die heute im Kunsthistorischen Museum steht. Franz Anton Zauner goss das Reiterstandbild Josephs II., Johann Martin Fischer schuf Brunnenfiguren und Grabmäler, Johann Christian Wilhelm Beyer leitete die Ausführung der Gartenfiguren von Schönbrunn. Daneben entstanden Kopien antiker Statuen und Büsten für Reisende der Grand Tour, oft in römischen Werkstätten.
Entscheidend sind Ausführung, Bildhauer und Erhaltung; fein polierte Oberflächen und präzise Details zeigen eine gute Werkstatt. Kopien nach der Antike aus dem 19. Jahrhundert sind häufig und werden nach Qualität eingestuft. Marmor verträgt keine Witterung, im Freien aufgestellte Figuren zeigen Verwitterung und Verfärbungen. Abgebrochene und wieder angesetzte Teile sind häufig, Klebestellen sollten fachgerecht sein. Reinigungen mit Säure schädigen die Oberfläche. Großformatige Marmorfiguren erfordern einen geplanten Transport.
Woran man es erkennt
- Carrara-Marmor
- Kopien nach der Antike
- Verwitterung im Freien
- Fachgerechte Klebestellen
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