Chryselephantine Figuren des Art déco
Tänzerinnen und Damenfiguren aus Bronze und Elfenbein von Ferdinand Preiss, Demétre Chiparus, Bruno Zach und Josef Lorenzl.
In den 1920er- und 1930er-Jahren wurden Figuren aus kalt bemalter oder patinierter Bronze mit geschnitzten Gesichtern und Händen aus Elfenbein zum Inbegriff des Art déco. Ferdinand Preiss in Berlin schuf Sportlerinnen und Tänzerinnen, Demétre Chiparus in Paris exotisch kostümierte Tänzerinnen nach dem Vorbild des Russischen Balletts. In Wien arbeiteten Bruno Zach mit kühlen, erotisch aufgeladenen Damenfiguren und Josef Lorenzl mit schlanken Tänzerinnen in Bronze, Elfenbein und Keramik. Die Figuren stehen meist auf Sockeln aus Onyx und Marmor.
Den Ausschlag geben Bildhauer, Modell, Größe, Qualität der Schnitzerei und Erhaltung von Bemalung und Sockel. Signaturen im Guss oder auf dem Sockel sind häufig, aber auch Ziel von Fälschungen. Seit den 1970er-Jahren sind zahlreiche Nachgüsse mit Kunststoffteilen statt Elfenbein im Umlauf, erkennbar an Gewicht, Material und Details. Figuren mit Elfenbeinteilen unterliegen den EU-Handelsbeschränkungen und werden nur mit Nachweis angekauft. Reine Bronzefiguren sind davon nicht betroffen. Beschädigte Finger und Risse im Elfenbein mindern.
Woran man es erkennt
- Bronze mit Elfenbein
- Onyxsockel
- Nachgüsse mit Kunststoffteilen
- Elfenbein nur mit Nachweis
Künstler & Entwerfer
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