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Persien – Dorf & Region, Provinz Markazi, Iran

Mahal

Handelsbezeichnung für gröber geknüpfte Teppiche der Region Arak, meist großformatig und mit floralen Allover- oder Medaillonmustern.

Mahal bezeichnet im Teppichhandel keine einzelne Stadt, sondern eine Qualitätsstufe der Region Arak, des früheren Sultanabad. Der Name wird meist auf das Gebiet um Mahallat zurückgeführt. Seit dem späten 19. Jahrhundert trennt der Handel innerhalb der Arak-Produktion die feinen Saruk von den gröberen Mahal; die Bezeichnung Ziegler-Mahal verbindet den Qualitätsnamen mit dem Namen des Handelshauses. Zwischen Mahal und Sultanabad sind die Grenzen fließend.

Mahal-Teppiche haben Kette und Schuss aus Baumwolle, einen dicken, weichen Flor und eine Knotendichte von etwa 60.000 bis 160.000 Knoten/m². Verbreitet sind florale Allover-Muster mit Palmetten und Blütenzweigen, seltener ein Zentralmedaillon. Die Farben sind gedämpft: Rot, Rost, Dunkelblau, Elfenbein und Grün. Viele Stücke haben Zimmer- und Saalformate ab etwa 2,5 × 3,5 m; Brücken sind seltener. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kamen modernere Farbstellungen hinzu.

Ältere Mahal aus der Zeit um 1900 bis 1940 werden wie Sultanabad-Teppiche als dekorative Großformate geschätzt. Weil der Flor dick, die Knüpfung aber locker ist, nutzt sich der Teppich an Laufstellen ungleichmäßig ab. Häufig sind eingesetzte Flicken, nachgefärbte Partien und gekürzte Enden. Ein vollständiges Format, gleichmäßiger Flor und Pflanzenfarben sprechen für die ältere Gruppe; synthetisches Orange deutet auf spätere Herstellung.

Woran man es erkennt

  • Florale Allover-Muster mit großen Palmetten
  • Dicker, weicher Flor bei lockerer Knüpfung
  • Gedämpftes Rot, Rost und Dunkelblau
  • Kette und Schuss aus Baumwolle
  • Zimmer- und Saalformate

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