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Persien – Dorf & Region, Ost-Aserbaidschan, Iran

Ahar

Kleinstadt im Bergland Karadagh nördlich von Heriz; ihre Teppiche stehen zwischen Heriz-Geometrie und Täbriser Rankenwerk.

Ahar liegt in Ost-Aserbaidschan im Bergland Karadagh, nördlich der Heriz-Dörfer und nahe der Grenze zur Republik Aserbaidschan. Die Region knüpfte seit dem 19. Jahrhundert für den Täbriser Markt; die Händler der Stadt lieferten Vorlagen, die in Ahar eigenständig umgesetzt wurden. Im Handel wird Ahar oft gemeinsam mit Heriz genannt, unterscheidet sich aber durch die weichere Zeichnung der Ornamente.

Ahar-Teppiche haben eine Baumwollkette, den symmetrischen Knoten und einen festen Wollflor; mit etwa 80.000 bis 250.000 Knoten/m² sind sie meist dichter geknüpft als Heriz. Typisch sind Medaillons mit gerundeten Ranken, florale Eckzwickel und Bordüren mit Palmetten, in Rot, Dunkelblau, Elfenbein und Grün. Ahar knüpft überwiegend Zimmerformate, dazu Brücken. Die Musterqualität hängt stark vom jeweiligen Auftraggeber in Täbris ab.

Ahar-Teppiche sind seltener im Handel als Heriz und werden häufig unter diesem Namen verkauft. Ältere Stücke aus der Zeit vor 1950 zeigen Pflanzenfarben und ruhige Rottöne. Wie bei allen Teppichen der Region sind abgelaufene Laufzonen, Mottenfraß und verkürzte Enden häufige Mängel. Eine sorgfältige Zeichnung, gleichmäßige Knüpfung und erhaltene Bordüren unterscheiden gute Ahar von Durchschnittsware.

Woran man es erkennt

  • Medaillon mit gerundeten Ranken
  • Symmetrischer Knoten, dichter als Heriz
  • Rot, Dunkelblau, Elfenbein und Grün
  • Florale Eckzwickel
  • Überwiegend Zimmerformate

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