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Persien – Dorf & Region, Provinz Isfahan, Iran

Joshagan

Ort zwischen Kaschan und Isfahan mit Knüpftradition seit dem 18. Jahrhundert; namensgebend für ein Rautengitter aus stilisierten Blüten.

Joshagan liegt in der Provinz Isfahan im Bergland zwischen Kaschan und Isfahan. Der Ort zählt zu den ältesten noch tätigen Knüpfgemeinden Irans; Teppiche mit Joshagan-Muster sind seit dem 18. Jahrhundert belegt. In der Umgebung knüpfen Dörfer wie Meymeh in ähnlichem Stil. Im Handel unterscheidet man Stücke aus dem Ort selbst von Nachknüpfungen des Musters in anderen Regionen.

Das Joshagan-Muster gliedert das Feld in ein Rautengitter, dessen Felder stilisierte Blüten, Zweige und kleine Rauten füllen; häufig liegt darüber ein großes Rautenmedaillon. Die Zeichnung ist eckig, die Farbe meist ein tiefes Rot mit Dunkelblau, Elfenbein und Grün. Geknüpft wird asymmetrisch auf Baumwollkette, mit etwa 150.000 bis 350.000 Knoten/m². Formate reichen von Brücken bis zu Zimmerteppichen. Die Bordüren wiederholen häufig die Blütenmotive des Feldes in kleinerem Maßstab.

Antike Joshagan aus dem 19. Jahrhundert sind selten und erscheinen meist mit abgelaufenem Flor oder restaurierten Enden. Spätere Stücke aus dem 20. Jahrhundert sind häufiger, fest gebaut und für den Gebrauch geknüpft. Das Muster wird auch in Indien und Pakistan nachgeknüpft; diese Stücke wirken in der Zeichnung glatter. Ein klarer Rapport, Pflanzenfarben und vollständige Bordüren erhalten den Wert.

Woran man es erkennt

  • Rautengitter mit stilisierten Blüten
  • Oft großes Rautenmedaillon über dem Gitter
  • Tiefes Rot mit Dunkelblau und Elfenbein
  • Eckige Zeichnung
  • Asymmetrischer Knoten, Baumwollkette

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