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Material: Glas

Zwischengoldglas

Doppelwandiges Glas mit eingeschlossener, radierter Goldfolie, in Böhmen um 1730 und bei Johann Joseph Mildner in Niederösterreich um 1800 gefertigt.

Beim Zwischengoldglas wird eine Goldfolie auf einen inneren Glasbecher gelegt, mit der Nadel radiert und mit einem genau passenden äußeren Becher abgedeckt, sodass das Gold zwischen zwei Glasschichten geschützt liegt. Böhmische Werkstätten fertigten in den 1720er- bis 1750er-Jahren Becher mit Jagdszenen, Heiligen und Wappen. Johann Joseph Mildner in Gutenbrunn im Waldviertel schuf zwischen etwa 1787 und 1808 Becher mit eingesetzten Medaillons, oft mit Inschriften und Datierungen.

Zwischengoldgläser zeigen eine feine Fuge, an der Innen- und Außenbecher zusammentreffen, meist knapp unter dem Rand. Der Außenbecher ist häufig facettiert. Das Gold wirkt durch das Glas wie hinter einer Scheibe und zeigt feinste Radierungen. Rote oder grüne Lackgründe hinterlegen oft die Goldfolie. Feuchtigkeit kann in die Fuge eindringen und die Folie trüben. Bei Mildner sind die Medaillons in Boden oder Wandung eingesetzt.

Böhmische Zwischengoldgläser und Becher von Mildner sind gesucht und in Museen gut dokumentiert. Der Erhaltungszustand der Goldfolie und der Fuge bestimmt den Wert stark. Nachahmungen des 19. und 20. Jahrhunderts imitieren die Technik, zeigen aber gröbere Radierung und abweichende Formen.

So prüfen Sie es

  • feine Fuge unter dem Rand
  • radierte Goldfolie zwischen Glasschichten
  • facettierter Außenbecher
  • farbige Lackgründe
  • eingesetzte Medaillons bei Mildner

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.