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Material: Glas

Beinglas

Mit Knochenasche getrübtes Milchglas, das im Gegenlicht rötlich schimmert, verbreitet im 18. und 19. Jahrhundert.

Beinglas ist eine Form des Milchglases, bei der die Trübung durch Knochenasche entsteht, also durch Calciumphosphat. Der Name leitet sich von Bein im Sinne von Knochen ab. Glashütten in Böhmen, Thüringen und im Alpenraum erzeugten im 18. und 19. Jahrhundert Beinglas für Krüge, Flaschen, Becher und Zierstücke, die mit Emailfarben bemalt wurden, oft mit volkstümlichen Motiven, Sprüchen und Jahreszahlen. Später verwendeten Hersteller vermehrt andere Trübungsmittel.

Im Gegenlicht leuchtet Beinglas typischerweise rötlich bis orange, ein Effekt, den Sammler als Feuer bezeichnen und der bei mit Zinn getrübtem Milchglas fehlt. Die Masse wirkt weniger kreideweiß, oft leicht bläulich. Emailbemalungen liegen erhaben auf und zeigen Abrieb an exponierten Stellen. Die Gefäße sind mundgeblasen und tragen einen Abriss am Boden. Pressglas aus späterer Zeit ist gleichmäßiger und hat Formnähte.

Bemalte Beingläser des 18. und frühen 19. Jahrhunderts sind als Volkskunst gesucht, besonders mit Datierung und Inschrift. Spätere Nachahmungen zeigen gedruckte oder flach aufgetragene Farben. Die Bezeichnung Beinglas wird im Handel oft für jedes Milchglas verwendet; der Durchlichttest grenzt die Masse ein.

So prüfen Sie es

  • rötliches Feuer im Gegenlicht
  • leicht bläulich-weiße Masse
  • erhabene Emailbemalung
  • Abriss am Boden
  • Datierungen und Sprüche bei Volkskunst

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.