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Material: Glas

Millefiori

Glas mit Scheiben bunter Mosaikstäbe, die Blüten ähneln, bekannt aus Briefbeschwerern von Baccarat, Saint-Louis und Clichy.

Millefiori, italienisch für tausend Blumen, entsteht aus Glasstäben mit farbigem Querschnittmuster, die in Scheiben geschnitten und dicht nebeneinander in klares Glas eingeschmolzen werden. Die Technik war in der Antike bekannt und wurde im 19. Jahrhundert in Venedig wiederbelebt. Zwischen etwa 1845 und 1860 fertigten die französischen Hütten Baccarat, Saint-Louis und Clichy Briefbeschwerer, die heute als klassische Periode gelten. Murano produzierte Millefiori für Perlen, Schalen und Vasen.

Unter der Lupe zeigen echte Millefiori-Scheiben präzise Muster, die im Querschnitt des Stabes durchlaufen. Baccarat und Saint-Louis setzten teils Jahreszahlen oder Buchstaben in einzelne Stäbe, etwa „B 1847“. Der Boden alter Briefbeschwerer ist ausgeschliffen und oft leicht gewölbt. Kuppeln aus klarem Glas vergrößern das Muster. Spätere Nachahmungen zeigen weniger präzise Stäbe, zahlreiche Bläschen und flache, unbearbeitete Böden. Ein Blick von unten durch den Boden zeigt die Anordnung der Stäbe.

Französische Briefbeschwerer der klassischen Periode werden international gesammelt; datierte Stäbe, seltene Muster und unbeschädigte Kuppeln steigern den Wert. Spätere Murano-Arbeiten und schottische Briefbeschwerer haben eigene Märkte. Kratzer und Ausbrüche lassen sich teils wegpolieren, was die Kuppel aber verändert. Auch Briefbeschwerer mit Lampenarbeit, etwa Blumen- oder Früchtemotive, gehören zum Sammelgebiet.

So prüfen Sie es

  • Scheiben bunter Mosaikstäbe
  • präzise durchlaufende Muster
  • Jahreszahlen in Stäben
  • ausgeschliffener Boden
  • vergrößernde Glaskuppel

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