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Material: Glas

Opalglas

Halbdurchscheinendes, milchig schimmerndes Glas, im 19. Jahrhundert als französische Opaline und im Art déco als opaleszentes Pressglas verbreitet.

Opalglas ist halbdurchscheinend und zeigt im Durchlicht einen warmen, oft rötlichen oder bläulichen Schimmer. Französische Glashütten wie Baccarat und Saint-Louis fertigten zwischen etwa 1820 und 1870 Opaline in Weiß, Türkis, Rosa und Grün für Vasen, Flakons, Schalen und Uhrgehäuse, häufig mit Vergoldung oder Bronzemontierung. Im Art déco schuf René Lalique opaleszente Pressgläser, deren dünne Ränder bläulich und deren dickere Stellen gelblich wirken.

Gegen das Licht gehalten zeigt Opalglas einen Farbwechsel zwischen Auflicht und Durchlicht. Französische Opaline ist mundgeblasen, oft mit feinen Bläschen und ausgeschliffenem Abriss. Opaleszente Pressgläser des Art déco zeigen Formdetails mit milchigen Rändern und klareren Vertiefungen. Signaturen von Lalique sind geätzt, eingepresst oder graviert. Pressglas anderer Hersteller kopierte die Wirkung, erreicht aber nicht dieselbe Schärfe der Details. Bronzemontierungen an französischer Opaline sind meist vergoldet.

Französische Opaline der Restaurationszeit und signierte Gläser von Cristal Lalique finden Sammler; der Wert hängt von Form, Farbe, Vergoldung und Signatur ab. Opaline des 20. Jahrhunderts ist häufig und weniger gesucht. Nachgeschliffene Ränder und nachträglich angebrachte Signaturen kommen vor. Abgeriebene Vergoldung und Sprünge im Hals mindern den Wert.

So prüfen Sie es

  • Farbwechsel zwischen Auf- und Durchlicht
  • milchiger, halbdurchscheinender Körper
  • bläuliche Ränder bei opaleszentem Pressglas
  • geätzte oder gravierte Lalique-Signatur
  • Bronzemontierungen bei französischer Opaline

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.