Material: Glas
Neon
Mit Edelgas gefüllte, von Hand gebogene Glasröhren; von der Leuchtreklame seit 1912 bis zur Lichtkunst von Bruce Nauman, Joseph Kosuth, Mario Merz und Brigitte Kowanz.
Eine Neonröhre ist ein Glasrohr, das über der Flamme in Form gebogen, mit Elektroden versehen, evakuiert und mit Edelgas gefüllt wird. Hochspannung bringt das Gas zum Leuchten: Neon leuchtet rot-orange, für andere Farben verwendet man Argon mit etwas Quecksilber und Leuchtstoffbeschichtungen oder farbiges Glas. Georges Claude stellte das Neonlicht 1910 in Paris vor, ab 1912 entstanden die ersten Leuchtreklamen.
Seit den 1960er-Jahren nutzen Künstler Neon als Material: Bruce Nauman für Wortspiele und Figuren, Joseph Kosuth für Textarbeiten, Mario Merz für Zahlenreihen nach Fibonacci auf Iglus und Objekten. Dan Flavin arbeitete dagegen mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren. In Wien entwickelte Brigitte Kowanz Lichtarbeiten aus Neon, Glas und Spiegeln. Alte Leuchtschriften von Geschäften bilden ein eigenes Sammelgebiet.
Bei Neonkunst entscheiden Zertifikat, Werkangaben und Anweisungen des Künstlers; Röhren und Trafos dürfen bei manchen Werken nach Vorgabe ersetzt werden, ohne dass das Werk seine Identität verliert. Zu prüfen sind defekte Röhren, gebrochene Elektroden, veraltete Transformatoren und fehlende Montageteile. Alte Leuchtreklamen entsprechen oft nicht heutigen Sicherheitsvorschriften und gehören vor dem Einschalten geprüft.
So prüfen Sie es
- handgebogene Glasröhren mit Elektroden
- Hochspannungstrafo
- Farbe aus Gas, Beschichtung oder gefärbtem Glas
- abgedunkelte Röhrenteile zwischen Buchstaben
- Zertifikat und Montageanleitung bei Kunstwerken
Alte Leuchtreklamen und Transformatoren sind vor dem Betrieb elektrotechnisch zu prüfen.
Neon verkaufen: in allen 23 Bezirken
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