Manufaktur: Porzellan
Royal Dux
Dux (Duchcov), Nordböhmen, seit 1853
Nordböhmische Porzellan- und Keramikfabrik in Dux, 1853 gegründet; Jugendstilfiguren, Vasen mit Frauengestalten und das rosa Dreieck als Marke.
Die Fabrik in Dux im nordböhmischen Braunkohlerevier entstand 1853 und wurde unter Eduard Eichler ab den 1860er-Jahren zu einem der wichtigsten Produzenten von Zierkeramik der Monarchie. Um 1900 exportierte sie in großem Umfang nach England und Amerika, wofür der Name Royal Dux eingeführt wurde. Nach 1945 wurde der Betrieb verstaatlicht und setzte die Produktion fort; später wurde er privatisiert. Royal-Dux-Figuren waren in Wiener Bürgerwohnungen weit verbreitet.
Typisch sind Figuren und Gruppen aus Porzellan und glasierter Keramik in matten Pastelltönen mit Gold: Wasserträgerinnen, Hirten, Jäger, Tänzerinnen, Pferde und orientalische Gestalten. Im Jugendstil entstanden Vasen und Tafelaufsätze, aus denen Frauengestalten, Muscheln und Blüten herauswachsen. In der Zwischenkriegszeit folgten Art-déco-Tänzerinnen und Akte, nach 1945 glasierte Tierfiguren und Ziergeschirr. Viele Modelle wurden in mehreren Größen und Farbfassungen angeboten. Die Modellierung stammt von hauseigenen Bildhauern, deren Namen selten überliefert sind.
Die bekannteste Marke ist ein erhabenes rosa Dreieck mit dem Buchstaben E für Eichler, oft ergänzt durch einen runden Stempel „Royal Dux Bohemia“, nach 1918 mit „Czechoslovakia“, dazu eingeprägte Modellnummern. Das Dreieck allein wurde mitunter nachgeahmt. Bei großen Figurengruppen zählen unbeschädigte Hände, Krüge und Zügel, da diese Teile häufig abgebrochen und geklebt sind. Die matte Farbgebung verträgt keine scharfen Reinigungsmittel.
Entwerfer & Personen
- Eduard Eichler
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Ebenfalls: Porzellan
- Arzbergseit 1887
- Bing & Grøndahl1853–1987, danach Teil von Royal Copenhagen
- Capodimonte1743–1759, Nachfolge 1771–1806
- Carl Thieme Potschappelseit 1872
- Elbogenseit 1815
- EPIAG1918/1920–1945
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Frankenthal1755–1800
- Fraureuth1866–1926
- Fürstenbergseit 1747
- Ginoriseit 1737
- Goebelseit 1871
- Haas & Czjzek19. Jahrhundert bis 1945, Marke später wieder aufgenommen
- Havilandseit 1842
- Herendseit 1826
- Gebrüder Heubachseit 1840 (Firmenname), bis Mitte 20. Jahrhundert
- Höchst1746–1796, Neugründung 1946
- Hutschenreutherseit 1814
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Klösterleseit 1794
- KPM Berlinseit 1763
- Lilien Porzellan20. Jahrhundert
- Lladróseit 1953
- Ludwigsburg1758–1824, Neugründung 1948
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