Manufaktur: Silber & Metall
Wilkens
Bremen-Hemelingen, seit 1810
Bremer Silberwarenfabrik M. H. Wilkens & Söhne, 1810 gegründet; Besteck und Tafelsilber, im Jugendstil nach Entwürfen von Heinrich Vogeler.
Martin Heinrich Wilkens gründete 1810 in Bremen eine Silberschmiede, die seine Söhne als M. H. Wilkens & Söhne zur Fabrik ausbauten. Mit dem Umzug nach Hemelingen bei Bremen entstand im 19. Jahrhundert eine der großen deutschen Silberwarenfabriken mit Prägerei, Galvanik und Werkstätten. Die Firma lieferte Besteck und Tafelsilber an Haushalte, Hotels und Reedereien und zählte um 1900 zu den großen Arbeitgebern der Region.
Neben Besteck in zahlreichen Mustern fertigte Wilkens Kaffee- und Teeservice, Leuchter, Schalen, Tabletts und Pokale. Um 1900 entwarf der Worpsweder Künstler Heinrich Vogeler für Wilkens Besteck und Tafelgerät im Jugendstil mit Blüten- und Blattmotiven, das zu den bekanntesten deutschen Jugendstilbestecken zählt. Später kamen Entwürfe im Stil des Art déco und der Nachkriegsmoderne hinzu. Für Reedereien entstand robustes Hotelsilber, oft mit Gravur des Unternehmens.
Die Stücke tragen den Firmennamen Wilkens oder ein Firmenzeichen, ab 1888 mit Halbmond, Reichskrone und Feingehalt wie 800 oder 835. Versilberte Ware ist mit Auflagezahlen gekennzeichnet. Vogeler-Bestecke werden nach Muster, Vollständigkeit und Zustand beurteilt; spätere Nachfertigungen sind an Marken und Prägung erkennbar. Hotel- und Reedereisilber trägt häufig das Logo des Betriebs, was es für Sammler maritimer Objekte interessant macht. Firmenkataloge helfen bei der Bestimmung.
Entwerfer & Personen
- Martin Heinrich Wilkens
- Heinrich Vogeler
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