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Antiquitäten Wien

Manufaktur: Silber & Metall

Alexander Sturm

Wien, spätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit

Wiener Silberwarenfabrik um 1900; Tafelsilber, Toilettegarnituren und Ziergerät im Stil des Historismus und der Wiener Moderne.

Alexander Sturm führte in Wien eine Silberwarenfabrik, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu den größeren Betrieben der Stadt zählte. Sie belieferte Goldschmiede, Silberhändler und Privatkunden in Wien und den Kronländern. Neben Gebrauchssilber in großen Stückzahlen fertigte die Firma Ehrengaben und Pokale für Vereine und Behörden. In der Zwischenkriegszeit wurde die Produktion fortgesetzt; die Werkstatt prägte das Bild des Wiener Gebrauchssilbers jener Jahrzehnte.

Aus der Fabrik stammen Kaffee- und Teeservice, Zuckerdosen, Brotkörbe, Tabletts, Zigarettenetuis, Toilettegarnituren mit Spiegel und Bürsten sowie Besteck. Die Formen reichen vom Neorokoko mit getriebenen Blüten und Muscheln bis zu glatten, geometrischen Formen der Wiener Moderne mit Kugelfüßen und Ebenholzgriffen. Viele Stücke tragen gravierte Monogramme oder Widmungen. Zigarettenetuis mit Niello oder Guilloche gehören zu den häufigen Fundstücken. Für Vereine fertigte die Firma Pokale.

Die Stücke tragen ein Meisterzeichen mit den Initialen „AS“, meist in einem Schild oder Rechteck, neben den Wiener Feingehaltspunzen, vor 1922 dem Dianakopf mit Feingehaltsziffer und A für Wien. Bei Etuis sind Scharniere, Verschlüsse und Vergoldung im Inneren zu prüfen. Die Zuordnung des Meisterzeichens erfolgt über die Punzenverzeichnisse des Wiener Punzierungsamtes, da ähnliche Initialen bei anderen Meistern vorkommen. Gewicht und Gravuren beeinflussen die Beurteilung.

Entwerfer & Personen

  • Alexander Sturm

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