Manufaktur: Silber & Metall
Mayerhofer & Klinkosch
Wien, Mitte 19. Jahrhundert
Wiener Silberwarenfirma von Stephan Mayerhofer und Josef Carl Klinkosch im Biedermeier und frühen Historismus; Tafelsilber für Hof und Bürgertum.
Der Silberarbeiter Stephan Mayerhofer führte in Wien einen der großen Silberbetriebe des Vormärz und arbeitete als k. k. Hof-Silberarbeiter. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts ging er eine Partnerschaft mit dem jüngeren Josef Carl Klinkosch ein, unter dem Namen Mayerhofer & Klinkosch. Die Firma lieferte Tafelsilber an den Hof, den Adel und das wohlhabende Bürgertum. Nach der Trennung führte Klinkosch eine eigene Fabrik weiter. Die gemeinsame Phase markiert den Übergang vom Biedermeier zum Historismus im Wiener Silber.
Aus der Werkstatt stammen Kaffee- und Teeservice, Zuckerdosen, Leuchter, Terrinen, Platten und Besteck, zunächst in den glatten, schlichten Formen des späten Biedermeier, später mit Rokoko- und Renaissanceornamenten in Treibarbeit. Viele Stücke tragen gravierte Monogramme oder Wappen. Die Firma fertigte auch Silber für Kirchen, etwa Kelche und Monstranzen, sowie Geschenke für Hochzeiten und Taufen. Für Hof und Adel entstanden zudem Toilettegarnituren und Reiseservice in Etuis.
Die Stücke tragen das Firmenzeichen mit den Initialen der Partner, häufig „M&K“, neben den Wiener Punzen der Zeit, also der Stadtmarke mit Jahreszahl und der Lötigkeit, meist 13 Lot. Die Jahreszahl der Stadtmarke erlaubt eine genaue Datierung. Ähnliche Initialen anderer Betriebe kommen vor, deshalb ist der Abgleich mit Punzenverzeichnissen nötig. Bei Gebrauchssilber sind entfernte Gravuren an dünneren Stellen und Verformungen durch Druck zu prüfen.
Entwerfer & Personen
- Stephan Mayerhofer
- Josef Carl Klinkosch
Mayerhofer & Klinkosch verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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