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Antiquitäten Wien

Manufaktur: Möbel

Bernhard Ludwig

Wien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert

Wiener Möbelfabrik des Historismus und der Moderne; Speisezimmer, Salons und Büroeinrichtungen mit Firmenplakette.

Die Möbelfabrik Bernhard Ludwig gehörte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu den großen Wiener Herstellern von Wohn- und Büromöbeln. Sie belieferte das wohlhabende Bürgertum mit vollständigen Einrichtungen und beteiligte sich an Gewerbe- und Kunstgewerbeausstellungen. In der Zwischenkriegszeit wurde die Produktion fortgeführt; zur Firmengeschichte ist nur wenig veröffentlicht. Erhaltene Möbel finden sich bis heute in Wiener Altbauwohnungen, oft als vollständige Zimmereinrichtungen.

Das Programm umfasste Speisezimmer, Schlafzimmer, Salons, Herrenzimmer und Büroeinrichtungen, im Historismus mit Schnitzereien und gedrechselten Elementen, um 1900 und danach in den klaren Formen der Wiener Moderne, mit Intarsien, Messingbeschlägen und furnierten Flächen. Für Architekten fertigte die Firma Einzelanfertigungen nach Entwürfen. Polstermöbel, Vitrinen und Bücherkästen gehörten ebenfalls dazu. Die Hölzer reichen von Eiche und Nuss bis zu Mahagoni und Birke. Viele Speisezimmer bestehen aus Kredenz, Tisch, Sesseln und Vitrine im gleichen Dekor.

Möbel tragen häufig eine Messingplakette oder ein Etikett mit dem Firmennamen, meist an der Innenseite von Türen oder Schubladen. Bei Stücken der Moderne ist zu klären, ob ein Architektenentwurf vorliegt; Ausstellungskataloge und Zeitschriften der Zeit helfen. Spätere Bezüge und Beschläge sind häufig. Vollständige Garnituren sind gefragter als Einzelstücke. Furnierschäden, Wasserflecken und lose Intarsien sind häufig und lassen sich restaurieren. Messingbeschläge sind oft nachpoliert.

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