Manufaktur: Möbel
Svenskt Tenn
Stockholm, seit 1924
Stockholmer Einrichtungshaus, 1924 von Estrid Ericson gegründet; ab 1934 Möbel, Stoffe und Leuchten nach Josef Frank, zunächst Zinngerät.
Die Zeichenlehrerin Estrid Ericson gründete 1924 in Stockholm gemeinsam mit dem Künstler Nils Fougstedt das Geschäft Svenskt Tenn, schwedisches Zinn. Zunächst vertrieb es Zinngerät nach Entwürfen schwedischer Künstler. 1927 zog es an den Strandvägen, wo es bis heute liegt. Ab 1934 arbeitete Ericson mit dem aus Wien emigrierten Josef Frank zusammen, dessen Entwürfe das Programm über drei Jahrzehnte prägten. Seit 1975 gehört Svenskt Tenn einer Stiftung, die Forschung fördert.
Josef Frank entwarf für Svenskt Tenn Hunderte Möbel, Leuchten und Stoffe: leichte Sessel und Sofas, Kommoden und Kabinettschränke auf schlanken Beinen, Tische mit Messingbeschlägen, Messing- und Glasleuchten sowie bedruckte Leinenstoffe mit Pflanzen, Blumen und Tieren in kräftigen Farben, etwa Manhattan oder Vegetable Tree. Den Raum der Firma auf der New Yorker Weltausstellung 1939 gestaltete er selbst. Zinngerät von Svenskt Tenn aus den 1920er- und 1930er-Jahren trägt schwedische Stempel.
Möbel tragen Etiketten oder Brandstempel mit „Svenskt Tenn“, Zinngerät schwedische Herstellermarken, Feingehaltsangaben und Jahresbuchstaben. Viele Entwürfe Franks werden bis heute produziert, sodass Etiketten, Holzbearbeitung, Beschläge und Stoffkanten ältere von neueren Stücken unterscheiden. Frühe Wiener Arbeiten Franks für Haus & Garten tragen andere Kennzeichen. Stoffe zeigen Mustername und Firmenname an der Webkante. Bei Möbeln mit Stoffbezug ist zu klären, ab wann der Bezug aufgezogen wurde. Zinn kann matt oder poliert sein.
Entwerfer & Personen
- Estrid Ericson
- Nils Fougstedt
- Josef Frank
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Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Tectaseit 1972
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
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