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Manufaktur: Möbel

Memphis Milano

Mailand, 1981–1988

Mailänder Designgruppe um Ettore Sottsass, 1981 erstmals ausgestellt; Möbel aus bunten Laminaten, Keramik und Leuchten der Postmoderne.

Ettore Sottsass gründete Ende 1980 in Mailand mit jüngeren Gestaltern eine Gruppe, die nach einem Song von Bob Dylan den Namen Memphis erhielt. Die erste Ausstellung im September 1981 zeigte Möbel, Leuchten und Keramik in grellen Farben und ungewohnten Formen und wurde zum Auftakt der Postmoderne im Design. Zur Gruppe zählten Michele De Lucchi, Martine Bedin, Nathalie Du Pasquier, George Sowden, Peter Shire, Masanori Umeda, Matteo Thun und Aldo Cibic. Sottsass verließ die Gruppe 1985, 1988 löste sie sich auf.

Bekannt sind das Regal Carlton von Sottsass mit schrägen, farbig beschichteten Fächern, der Schrank Casablanca, die Leuchte Super von Martine Bedin auf Rädern, das als Boxring gestaltete Sitzpodest Tawaraya von Masanori Umeda und die Keramikvasen von Matteo Thun und Sottsass. Für Oberflächen verwendete die Gruppe Kunststofflaminate von Abet Laminati mit Mustern wie Bacterio. Die Stücke entstanden in kleinen Auflagen in Mailänder Werkstätten. Viele Möbel wurden in Stückzahlen von wenigen Dutzend gefertigt.

Memphis-Möbel tragen meist eine Metallplakette oder ein Etikett mit „Memphis Milano“, Entwerfername und Jahr. Nach der Auflösung wurden einige Entwürfe weiterhin oder erneut produziert, was Plaketten, Laminate und Konstruktionsdetails unterscheiden. Für die Bewertung zählen Entstehungszeit, Auflage und Erhaltung der empfindlichen Laminatkanten. Möbel im Memphis-Stil anderer Hersteller sind verbreitet und tragen keine Plakette. Abgeplatzte Laminate lassen sich kaum unsichtbar ersetzen. Kataloge der Gruppe helfen.

Entwerfer & Personen

  • Ettore Sottsass
  • Michele De Lucchi
  • Martine Bedin
  • Nathalie Du Pasquier
  • George Sowden
  • Peter Shire
  • Masanori Umeda
  • Matteo Thun
  • Aldo Cibic

Ebenfalls: Möbel

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