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Künstler: Gotik & Renaissance

Hans Holbein d. J.

Maler, Zeichner, 1497/98–1543, Augsburg – Basel – London

Bildnismaler am Hof Heinrichs VIII.; das Kunsthistorische Museum besitzt sein Bildnis der Königin Jane Seymour.

Hans Holbein der Jüngere, Sohn des Augsburger Malers Hans Holbein d. Ä., arbeitete ab 1515 in Basel, wo er für Erasmus von Rotterdam und für Verleger tätig war. Ab 1526 hielt er sich in England auf, ab 1532 dauerhaft, und wurde Hofmaler Heinrichs VIII. Er starb 1543 in London. Im Kunsthistorischen Museum hängt das Bildnis Jane Seymours, der dritten Frau des Königs, um 1536/37.

Holbeins Bildnisse verbinden genaue Stofflichkeit mit kühler Distanz; als Vorarbeiten dienten Kreidezeichnungen auf rosa grundiertem Papier, von denen die Royal Collection eine große Gruppe besitzt. Für den Buchdruck entwarf er Titelrahmen, Alphabete und die Holzschnittfolge des „Totentanzes“, geschnitten von Hans Lützelburger und 1538 in Lyon erschienen. Die „Bilder des Alten Testaments“ folgten im selben Jahr. Die Druckstöcke wurden mehrfach nachgeschnitten und in weiteren Ausgaben gedruckt.

Im Handel erscheinen vor allem Holzschnitte aus Totentanz- und Bibelausgaben des 16. Jahrhunderts sowie Nachstiche, etwa RadierungenWenzel Hollars nach Holbein-Zeichnungen und Kupferstiche des 18. Jahrhunderts nach den Bildnissen. Bei Gemälden „nach Holbein“ handelt es sich meist um spätere Kopien; Holzart, Bildträger und Malschichtaufbau zeigen den Abstand zum Original. Auch Faksimiles des 19. Jahrhunderts kommen vor.

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