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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Friedrich Ohmann

Architekt, Hochschullehrer, 1858–1927, Lemberg – Wien

Neobarocker Architekt zwischen Historismus und Secession; Palmenhaus im Burggarten, Wienflussbauten und Elisabeth-Denkmal im Volksgarten.

Friedrich Ohmann, 1858 in Lemberg geboren, studierte an der Technischen Hochschule Wien bei Heinrich von Ferstel und an der Akademie bei Friedrich von Schmidt. 1889–1899 lehrte er dekorative Architektur an der Kunstgewerbeschule in Prag, wo er Bürgerhäuser restaurierte. 1899–1907 leitete er künstlerisch den Bau der Neuen Burg, ab 1904 eine Meisterklasse an der Wiener Akademie. Zu seinen Schülern gehörten Dagobert Peche und Hugo Gorge; Rudolf Perco arbeitete in seinem Atelier. Ohmann starb 1927 in Wien.

Ohmann verband barocke Formen mit Jugendstil-Ornament. Gemeinsam mit Josef Hackhofer gestaltete er ab 1898 die Hochbauten der Wienflussregulierung, darunter das Portal im Stadtpark. Im Burggarten entstand das Palmenhaus aus Eisen und Glas, im Volksgarten der architektonische Rahmen des Kaiserin-Elisabeth-Denkmals (1907) mit der Statue von Hans Bitterlich. Mit Ludwig Baumann und Emil Bressler gab er 1886 das Tafelwerk „Barock“ heraus. Im Handel finden sich Entwurfszeichnungen, Aquarelle und Tafeln seiner Publikationen.

Ohmanns Zeichnungen sind meist in Tusche und Aquarell ausgeführt und zeigen Bauplastik und Ornament in großer Dichte. Blätter aus der Hofburg-Bauleitung tragen teils Stempel der Bauleitung; sie sind von Arbeiten seiner Mitarbeiter zu unterscheiden. Tafeln aus „Barock“ sind Lichtdrucke nach Fotografien und keine Originalaufnahmen. Für Prager Arbeiten liefern tschechische Archive Vergleichsmaterial.

Epochen & Stile

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