Friedrich von Schmidt im 15. Bezirk, 1150 Wien
Friedrich von Schmidt in Fünfhaus: die Kirche Maria vom Siege
1868–1875 errichtete der Rathausarchitekt Friedrich von Schmidt die Pfarrkirche Maria vom Siege, einen Kuppelbau über achteckigem Grundriss am Gürtel.
Als Friedrich von Schmidt 1868 mit Maria vom Siege begann, lag Fünfhaus noch vor dem Linienwall, eine selbständige Gemeinde an der Straße nach Westen. Für sie entwarf der Neugotiker einen Kuppelbau über achteckigem Grundriss, fertig 1875, der den Gürtel bis heute markiert. Zehn Jahre zuvor hatte die Westbahn nach Linz eröffnet, deren Bahnhof den Bezirk zum Tor nach Westen machte. Erst 1892 wurde Fünfhaus eingemeindet, 1938 mit Rudolfsheim vereinigt. Rund um die Kirche entstanden in der Gründerzeit Zinshäuser mit Zimmer-Küche-Wohnungen und Bassena am Gang.
Der Westbahnhof prägt die Funde des Bezirks: Fahrkarten, Kursbücher, Uniformteile und Schilder der Bahn, Koffer und Reiseandenken. Wir kaufen Eisenbahn-Memorabilia ebenso wie Weihnachtsschmuck aus Glas, Gebrauchsporzellan und Pressglas aus Haushalten mit langer Wohndauer. Gründerzeithäuser um den Schwendermarkt und in Sechshaus haben oft keinen Lift; wir tragen Kisten selbst und sichten Kellerabteile mit Taschenlampe vor Ort.
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