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Jugendstil im 11. Bezirk, 1110 Wien

Jugendstil in Simmering: Max Hegeles Kirche am Zentralfriedhof

Max Hegele schuf am Zentralfriedhof das Hauptportal (1905) und die Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus – einen Kuppelbau des späten Jugendstils mit Mosaiken und Glasfenstern.

Der Zentralfriedhof, 1874 eröffnet und von den Architekten Alfred Friedrich Bluntschli und Karl Jonas Mylius entworfen, erhielt durch Max Hegele seinen architektonischen Mittelpunkt: 1905 das Hauptportal am Tor 2, danach die Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus, auch Karl-Lueger-Gedächtniskirche genannt. Der Kuppelbau des späten Jugendstils trägt Mosaiken und Glasfenster. Rund um den Friedhof siedelten sich Steinmetze, Bildhauer, Gärtnereien und Bestattungsbetriebe an. Gegenüber entstand 1921/22 Holzmeisters Feuerhalle mit expressionistischen Formen.

Aus dem Umfeld der Steinmetz- und Bildhauerbetriebe an der Simmeringer Hauptstraße kommen Kleinbronzen und Gipsmodelle, aus Familien Trauerschmuck, Sterbebilder und Andachtsgegenstände. Jugendstil-Grablaternen und Bronzereliefs beurteilen wir nach Guss, Ziselierung und Gießermarke; Gipsmodelle sind oft signiert oder tragen Werkstattnummern. Für Grabzubehör gilt eine klare Grenze: Wir übernehmen nur, was nachweislich aus Privatbesitz stammt und rechtmäßig entfernt wurde. Die Alten Arkaden des Friedhofs bieten Vergleiche für Bronzen des Historismus.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.