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Kaukasus, Südwest-Aserbaidschan

Karabagh

Bergland im Süden des Kaukasus; Karabagh-Teppiche reichen von geometrischen Dorfmustern bis zu Rosenteppichen nach französischem Vorbild.

Karabagh ist eine Gebirgslandschaft im Südwesten der Republik Aserbaidschan, im 19. Jahrhundert von Armeniern und Aserbaidschanern besiedelt; Hauptort war Schuscha. Die Region zählte damals zu den produktivsten Knüpfgebieten des Kaukasus. Der Handel ordnet ihr zahlreiche Gruppen zu, darunter Tschelaberd mit dem sogenannten Adler-Kasak, Chondzoresk mit Wolkenbändern sowie Läufer und Langformate mit floralen Mustern.

Karabagh-Teppiche haben Kette und Schuss aus Wolle und einen mittellangen, glänzenden Flor; geknüpft wird symmetrisch mit etwa 60.000 bis 150.000 Knoten/m². Die Region nutzte ein Rot aus Cochenille, das bläulicher wirkt als Krapprot. Neben geometrischen Medaillons und Sternen entstanden ab dem mittleren 19. Jahrhundert Teppiche mit Rosen- und Blumenmustern, die französische Teppiche aus Aubusson und der Savonnerie zum Vorbild nahmen. Häufig sind lange, schmale Formate.

Antike Karabagh aus dem 19. Jahrhundert sind in vielen Gruppen gefragt; besonders Tschelaberd und Chondzoresk finden Aufmerksamkeit bei Sammlern. Die Wollkette macht die Teppiche biegsam, lange Läufer verziehen sich jedoch leicht. Häufig sind abgelaufene Felder, verkürzte Enden und eingesetzte Partien. Rosen-Karabagh mit synthetischen Farben aus der Zeit um 1900 bis 1930 sind zahlreicher und werden zurückhaltender bewertet.

Woran man es erkennt

  • Wollfundament, mittellanger, glänzender Flor
  • Bläuliches Cochenillerot
  • Rosenmuster nach französischem Vorbild
  • Geometrische Gruppen wie Tschelaberd
  • Lange, schmale Formate
  • Symmetrischer Knoten

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