Kaukasus, Südgeorgien
Borchalou
Kasak-Untergruppe aus dem Gebiet Borchali in Südgeorgien; typisch sind ein großes Hakenmedaillon und kräftiges Rot, Blau und Elfenbein.
Borchalou bezieht sich auf das Gebiet Borchali im Süden Georgiens, das an Armenien und Aserbaidschan grenzt und von aserbaidschanischen, armenischen und georgischen Dörfern geprägt ist. Der Handel zählt die Teppiche zur Kasak-Gruppe. Nicht zu verwechseln ist sie mit dem gleichnamigen Knüpfgebiet Borchalu bei Hamadan in Iran, dessen Teppiche eine Baumwollkette und florale Medaillonmuster haben.
Borchalou-Kasak haben Kette und Schuss aus Wolle, einen langen, glänzenden Flor und den symmetrischen Knoten bei etwa 50.000 bis 110.000 Knoten/m². Typisch ist ein großes, gestuftes oder hakenbesetztes Zentralmedaillon auf rotem oder blauem Feld, ergänzt um kleinere Medaillons an den Enden. Die Bordüren tragen Blatt-Kelch-Motive oder Sterne. Häufig sind Formate um 1,4 × 2,2 m; Läufer sind seltener.
Wie alle Kasak sind Borchalou bei Sammlern gefragt, wenn Wolle, Glanz und Pflanzenfarben erhalten sind. Der lange Flor verbirgt Abnutzung zunächst, doch an den Kanten und Enden zeigen sich häufig Verluste. Eingesetzte Fremdpartien, nachgefärbte Stellen und gekürzte Enden sind typische Mängel. Von persischen Borchalu-Stücken unterscheidet man sie über Kette und Muster: Kaukasische Stücke haben eine Wollkette.
Woran man es erkennt
- Großes Hakenmedaillon
- Langer, glänzender Flor
- Wollfundament
- Rot, Blau und Elfenbein
- Nicht zu verwechseln mit Borchalu bei Hamadan
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