Europa & Wien, Chaillot bei Paris, Frankreich
Savonnerie-Teppiche
Geknüpfte Florteppiche der französischen Hofmanufaktur Savonnerie seit 1627; im Handel auch Name für Teppiche im französischen Stil.
Die Savonnerie entstand 1627 in einer ehemaligen Seifensiederei in Chaillot bei Paris, nach der sie benannt ist; ihr Gründer Pierre Dupont hatte zuvor im Louvre mit dem Knüpfen begonnen. Die Manufaktur arbeitete fast ausschließlich für die Krone. Für die Grande Galerie des Louvre knüpfte sie unter Ludwig XIV. eine Folge von 93 Teppichen. 1825 wurde die Savonnerie mit der Manufacture des Gobelins vereinigt.
Savonnerie-Teppiche sind Florteppiche, geknüpft mit dem symmetrischen Knoten in Wolle, mit einem dichten, mittelhohen Flor. Die Entwürfe stammten von Hofmalern und Ornamentzeichnern: Akanthus, Blumengirlanden, Wappen, Trophäen und architektonische Rahmen auf schwarzem, braunem oder dunkelblauem Grund. Die Formate sind oft sehr groß. Der Name steht im Handel auch allgemein für geknüpfte Teppiche französischen Stils, etwa aus Aubusson oder aus späteren Werkstätten.
Originale der Manufaktur aus dem 17. und 18. Jahrhundert befinden sich überwiegend in Museen und Schlössern, darunter im Louvre und im Mobilier national. Im Handel häufiger sind Teppiche im Savonnerie-Stil aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aus Frankreich, Spanien, England und später China. Die Zuordnung beruht auf Material, Knüpfung und Herkunftsnachweisen. Abgelaufener Flor, Mottenfraß und nachgeknüpfte Partien sind häufig.
Woran man es erkennt
- Florteppich mit symmetrischem Knoten
- Akanthus, Girlanden und Wappen
- Schwarzer, brauner oder dunkelblauer Grund
- Sehr große Formate
- Name auch für französischen Stil allgemein
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