Material: Email, Steine & Schmuck
Meerschaum
Leichtes, poröses Magnesiumsilikat aus Anatolien, im 19. Jahrhundert in Wien zu geschnitzten Pfeifen und Zigarrenspitzen verarbeitet.
Meerschaum ist das Mineral Sepiolith, ein weiches, poröses Magnesiumsilikat. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen bei Eskişehir in Anatolien. Im 19. Jahrhundert war Wien ein Zentrum der Meerschaumschnitzerei: Die Wiener Meerschaumschnitzer schufen Pfeifenköpfe und Zigarrenspitzen mit Köpfen, Tieren, Jagdszenen und Figurengruppen, oft mit Bernsteinmundstück und in maßgefertigten Etuis. Abfälle wurden zu Pressmeerschaum verarbeitet. Beim Rauchen färbt sich Meerschaum honiggelb bis braun. Bekannte Wiener Firmen kennzeichneten Etui oder Beschlag mit ihrem Zeichen.
Meerschaum ist auffallend leicht, warm und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Die Oberfläche ist gewachst und fein glänzend. Echte Schnitzereien zeigen scharfe Details, Pressmeerschaum eine körnige Bruchfläche und weichere Formen. Kunststoff ist schwerer, Bein härter. Die Verfärbung beim Rauchen verläuft vom Kopf nach außen. Etuis mit Samtfutter und Firmenprägung geben Hinweise auf den Hersteller. Bernsteinmundstücke sollten auf Risse geprüft werden.
Figürlich geschnitzte Meerschaumpfeifen des 19. Jahrhunderts mit Originaletui sind gesucht, besonders aus Wiener Werkstätten. Brüche, fehlende Teile und gerissene Mundstücke mindern den Wert. Einfache Pfeifen und Pressmeerschaum werden niedriger bewertet. Moderne türkische Schnitzereien sind häufig und an frischer, weißer Farbe zu erkennen.
So prüfen Sie es
- sehr geringes Gewicht
- warm und mit dem Fingernagel ritzbar
- Verfärbung durch Rauchen
- maßgefertigtes Etui
- körniger Bruch bei Pressmeerschaum
Meerschaum verkaufen: in allen 23 Bezirken
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