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Material: Email, Steine & Schmuck

Amethyst

Violette Quarzvarietät, früher als Edelstein hoch geschätzt, heute vor allem aus Brasilien und Uruguay im Handel.

Amethyst ist eine violette Varietät des Quarzes, gefärbt durch Spuren von Eisen und natürliche Bestrahlung. Bis ins 18. Jahrhundert galt er als kostbarer Edelstein; erst die großen Funde in Brasilien im 19. Jahrhundert machten ihn erschwinglich. Tiefviolette Steine aus dem Ural, die sogenannten sibirischen Amethyste, waren besonders begehrt. Schmuck des Biedermeier und des Historismus zeigt Amethyste in Gold gefasst, oft in Parüren mit Halskette, Brosche und Ohrgehängen. Erhitzter Amethyst wird gelb und als Citrin verkauft.

Amethyst zeigt Farbzonen, oft in Winkeln oder Streifen, und unter der Lupe typische Einschlüsse, die als Zebra- oder Tigerstreifen beschrieben werden. Mit Mohshärte 7 ist er widerstandsfähig, aber weniger hart als Saphir. Synthetischer Quarz ist meist gleichmäßig gefärbt. Glas zeigt runde Bläschen und weichere Kanten. Manche Amethyste verblassen im Sonnenlicht. Alte Steine in geschlossenen Fassungen sitzen oft auf Folie, die die Farbe verstärkt. Ein Dichroskop zeigt einen schwachen Farbwechsel.

Amethyst hat heute einen moderaten Materialwert; bei historischem Schmuck zählen Fassung, Goldgewicht und Gestaltung. Große, tief gefärbte Steine und vollständige Parüren des 19. Jahrhunderts finden Interesse. Glasimitationen sind bei Modeschmuck verbreitet, und eine einfache Prüfung trennt Quarz sicher von Glas.

So prüfen Sie es

  • violette Farbzonen
  • Zebra- oder Tigerstreifen-Einschlüsse
  • Mohshärte 7
  • Bläschen bei Glas
  • Folie hinter alten Steinen

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.