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Künstler: Wiener Barock

Martin Johann Schmidt

Maler, Radierer, 1718–1801, Grafenwörth – Stein an der Donau

Barockmaler aus Stein an der Donau, genannt Kremser Schmidt, mit Altarbildern in zahlreichen Kirchen Österreichs.

Martin Johann Schmidt wurde 1718 in Grafenwörth geboren und lernte bei seinem Vater, dem Bildhauer Johannes Schmidt, sowie beim Maler Gottlieb Starmayr. Er führte ab den 1740er-Jahren in Stein an der Donau eine große Werkstatt und verließ die Wachau kaum. 1768 wurde er Mitglied der Wiener Akademie. Er starb 1801 in Stein. Den Beinamen „Kremser Schmidt“ verdankt er der Nachbarstadt Krems.

Schmidts Altarbilder hängen in Kirchen und Stiften Nieder- und Oberösterreichs, der Steiermark, Salzburgs und Ungarns, etwa in Melk, Göttweig, Seitenstetten und Krems. Er malte auch kleinformatige Andachtsbilder, Genreszenen und Bildnisse. Kennzeichnend sind das Helldunkel nach Rembrandt, das er über Druckgrafik kannte, und warme, bräunliche Töne. Dazu kommt eine Reihe eigener Radierungen. Seine Werkstatt beschäftigte mehrere Gehilfen und lieferte Bilder für zahlreiche Pfarren.

Signaturen lauten „M. J. Schmidt“ oder „Schmidt“, häufig mit Jahreszahl. Werkstatt und Nachfolge haben seine Kompositionen vielfach wiederholt, zudem entstanden Kopien im 19. Jahrhundert; das Werkverzeichnis von Rupert Feuchtmüller ist die Referenz. Im Wiener Handel begegnen Andachtsbilder, Ölskizzen und Radierungen. Bei Werken aus Kirchen und Kapellen prüfen wir die Provenienz.

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