Oskar Marmorek im 5. Bezirk, 1050 Wien
Oskar Marmorek in Margareten: der Rüdigerhof von 1902
Mit dem Rüdigerhof an der Hamburgerstraße setzte Marmorek 1902 einen Jugendstil-Akzent über dem Wienfluss – sein bekanntestes Werk.
An der Hamburgerstraße, wo Margareten an die Wienzeile grenzt, errichtete Oskar Marmorek 1902 den Rüdigerhof. Das Wohnhaus mit Balkonen, Erkern und bewegter Dachlandschaft blickt über das Bett des Wienflusses; im Erdgeschoß liegt bis heute ein Kaffeehaus. Marmorek, Absolvent der Technischen Hochschule und Mitstreiter Theodor Herzls, hatte 1897 den ersten Zionistenkongress in Basel mitorganisiert. Im übrigen Bezirk dominieren Gründerzeit-Zinshäuser auf fast jeder Parzelle und die Gemeindebauten am Gürtel aus den 1920er-Jahren.
Jugendstil-Zinshäuser der Zeit um 1900 erhielten oft Stiegenhäuser mit Fliesen, Glasfenstern und schmiedeeisernen Geländern; einzelne Ausstattungsteile, Türbeschläge und Leuchten tauchen bei Sanierungen auf. Aus Margaretner Wohnungen kommen daneben Ansichtskarten, Fotografien und Dokumente zur jüdischen Geschichte des Bezirks, dessen Synagoge in der Siebenbrunnengasse 1938 zerstört wurde. Bei Judaica und Familiendokumenten klären wir die Herkunft. Restbestände aus Altmieterwohnungen übernimmt auf Wunsch unsere Schwesterseite.
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