Die Herkunft des Namens Mina-Khani ist nicht gesichert; eine verbreitete Erklärung verweist auf eine Person namens Mina Khan. Belegt ist das Muster seit dem 18. Jahrhundert in persischen Teppichen. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde es besonders in Veramin, bei kurdischen Gruppen, in Bidjar und bei den Beschir am Amudarja geknüpft, mit regional sehr unterschiedlicher Zeichnung.
Ein Mina-Khani-Rapport besteht aus großen, runden Blüten, meist mit vier oder acht Blättern, die in einem Gitter angeordnet sind; dazwischen sitzen kleinere Blüten. Feine Ranken verbinden die Blüten zu Rauten, sodass ein Netz entsteht. Typisch ist ein dunkelblauer Grund mit weißen, gelben und roten Blüten, wie in Veramin. In kurdischen Stücken ist die Zeichnung eckiger, bei den Beschir größer und lockerer.
Wie das Herati ist das Mina-Khani ein Rapportmuster, das allein keine Herkunft bestimmt. Aussagekräftig sind Maßstab, Farbstellung und Aufbau des Teppichs. Veramin-Stücke mit tiefem Indigo und klar gezeichneten Blüten aus der Zeit vor 1950 sind gefragt. Bei abgelaufenen Teppichen verlieren zuerst die feinen Ranken ihre Kontur, sodass das Gitter zerfällt; das mindert die Wirkung deutlich.
Woran man es erkennt
- Große Blüten im Gitter
- Ranken verbinden die Blüten zu Rauten
- Häufig dunkelblauer Grund
- Typisch für Veramin
- Eckige Varianten bei kurdischen Stücken
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