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Persien – Nomaden, Provinz Kerman, Iran

Afshar

Turkstämmige Gruppen in der Provinz Kerman; ihre Teppiche haben oft nahezu quadratische Formate und zeigen Boteh, Medaillons und Hühnermotive.

Die Afschar sind eine turksprachige Gruppe, deren Teile seit der Safawidenzeit in verschiedene Regionen Irans umgesiedelt wurden. Im Teppichhandel steht der Name für die Arbeiten der Afschar in der Provinz Kerman, vor allem um Sirdjan und Baft. Teils nomadisch, teils sesshaft knüpften sie seit dem 19. Jahrhundert Teppiche, Taschen und Kelims, die über Kerman in den Handel kamen.

Afschar-Teppiche haben je nach Gruppe eine Kette aus Wolle oder Baumwolle und einen glänzenden, mittelhohen Flor mit etwa 80.000 bis 250.000 Knoten/m². Häufig ist das Format nahezu quadratisch, etwa 120 × 150 cm. Verbreitete Muster sind Boteh in Reihen, gestufte Doppelmedaillons, Blütengitter und das Morghi-Muster mit stilisierten Hühnern. Die Farben umfassen Rot, Dunkelblau, Elfenbein, Orange und Rostbraun.

Antike Afschar aus dem 19. Jahrhundert sind gefragt, besonders mit Wollkette und Pflanzenfarben. Typische Schäden sind abgelaufener Flor, oxidierte, brüchige braune Partien und lose Kanten. Neuere Stücke mit Baumwollkette sind gröber und farblich gleichmäßiger. Taschenfronten der Afschar erscheinen oft einzeln, nachdem Rückseite und Verschluss entfernt wurden; vollständige Taschen sind seltener.

Woran man es erkennt

  • Häufig nahezu quadratisches Format
  • Boteh-Reihen und Doppelmedaillons
  • Morghi-Muster mit stilisierten Hühnern
  • Glänzender, mittelhoher Flor
  • Wollkette bei älteren Stücken

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