Material: Textil & Kunststoffe
Urushi-Lack
Japanischer Lack aus dem Saft des Lackbaums, in vielen Schichten aufgetragen und mit der Gold- und Silberstreumalerei Maki-e verziert.
Urushi ist der Saft des Lackbaums, Toxicodendron vernicifluum, der in dünnen Schichten auf Holz, Papier oder Metall aufgetragen wird und in feuchter Luft aushärtet. Aufwendige Arbeiten benötigen Dutzende Schichten. Japanische Lackmeister entwickelten das Maki-e, bei dem Gold- und Silberpulver in den feuchten Lack gestreut wird. Inrō, Kästen, Schreibkästen, Tabletts und Möbel entstanden in der Edo-Zeit, für den Export auch in der Meiji-Zeit. Europa ahmte asiatischen Lack als sogenannten Japanlack nach.
Echter Urushi-Lack hat eine tiefe, warme Oberfläche mit weichem Glanz und fühlt sich schwerer an als Kunstharz. Maki-e zeigt unter der Lupe feine Metallpartikel, teils in mehreren Ebenen und mit Relief. Ecken und Kanten sind oft leicht abgerieben, sodass darunterliegende Schichten durchscheinen, bei schwarzem Lack häufig ein roter Grund. Kunststoffimitationen sind leicht, haben Formnähte und gedruckte Dekore. Feine Haarrisse entstehen durch Trockenheit. Signaturen stehen meist auf der Unterseite.
Japanische Lackarbeiten der Edo- und Meiji-Zeit mit feinem Maki-e sind gesucht; Signatur, Qualität und Zustand bestimmen den Wert. Exportware des 20. Jahrhunderts und Souvenirlack sind häufig. Risse, Abplatzungen und Feuchtigkeitsschäden mindern den Wert stark. Lackarbeiten gehören weder in die Sonne noch an Heizkörper.
So prüfen Sie es
- tiefe, warme Oberfläche
- Metallpartikel des Maki-e unter der Lupe
- abgeriebene Kanten mit Schichten darunter
- Formnähte bei Kunststoff
- Signatur auf der Unterseite
Urushi-Lack verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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