Material: Textil & Kunststoffe
Loden
Gewalkter Wollstoff, dicht, warm und wasserabweisend, Grundlage der alpenländischen Tracht und des klassischen Lodenmantels.
Loden ist ein Wollgewebe, das nach dem Weben gewalkt wird: Unter Feuchtigkeit, Wärme und Druck verfilzen die Fasern, der Stoff schrumpft und wird dicht, warm und wasserabweisend. In Tirol, der Steiermark, Salzburg und Bayern war Loden seit dem Mittelalter das Material für Arbeitskleidung, Jagdbekleidung und Tracht. Im 19. Jahrhundert machte der Adel Lodenmäntel, Joppen und Trachtenanzüge populär. Lodenwalken wie Steiner in Mandling oder Lodenfrey in München lieferten bekannte Qualitäten.
Loden fühlt sich fest und filzig an, die Webstruktur ist durch das Walken kaum noch erkennbar. Die Oberfläche kann gerauht oder geschoren sein. Wasser perlt anfangs ab. Etiketten im Futter nennen Schneider, Trachtenhaus und Lodenhersteller. Hornknöpfe und Hirschhornknöpfe gehören zur klassischen Ausstattung. Mottenfraß zeigt sich als kleine Löcher und kahle Stellen. Maschinell hergestellte Mischgewebe sind leichter und weniger dicht. Handgenähte Knopflöcher und sorgfältig verarbeitetes Futter verraten Maßanfertigung.
Vintage-Lodenmäntel und Trachtenjanker bekannter Häuser in gutem Zustand finden Käufer, besonders in gängigen Größen. Mottenschäden und Verfärbungen mindern den Wert stark. Alte Trachtenstücke mit Stickerei und Silberknöpfen werden als Volkskunst bewertet, silberne Knöpfe und Charivari zusätzlich nach dem Metall. Kleidung mit Etikett eines Wiener Maßschneiders steigert das Interesse.
So prüfen Sie es
- fester, filziger Griff
- kaum erkennbare Webstruktur
- abperlendes Wasser
- Etiketten von Trachtenhäusern
- Horn- und Hirschhornknöpfe
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