Material: Malerei & Grafik
Scherenschnitt
Mit der Schere geschnittene Silhouetten und Bilder aus Papier, um 1800 als Porträtform verbreitet und als Volkskunst bis heute gepflegt.
Scherenschnitte entstehen, indem Papier, meist schwarz, mit Schere oder Messer zu Profilen, Figuren und Ornamenten geschnitten wird. Ihre Blüte erlebten Schattenrisse im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, als Profilbildnisse von Familienmitgliedern und Freunden Mode waren; der Name Silhouette geht auf den französischen Finanzminister Étienne de Silhouette zurück. Im Biedermeier entstanden Freundschaftsalben mit Scherenschnitten. Philipp Otto Runge schnitt Pflanzen und Figuren, Lotte Reiniger nutzte die Technik für Filme.
Scherenschnitte zeigen saubere, leicht unregelmäßige Schnittkanten, oft mit feinen Stegen und Durchbrüchen. Unter der Lupe sind bei Handarbeit kleine Zacken und Ansätze der Schere zu erkennen. Profile sind häufig auf weißes oder getöntes Papier geklebt und mit Tusche oder Gold ergänzt. Gedruckte Silhouetten zeigen keine Kanten und keine Klebespuren. Inschriften mit Namen und Datum auf der Rückseite helfen bei der Einordnung. Lasergeschnittene moderne Arbeiten wirken völlig gleichmäßig.
Biedermeier-Silhouetten mit Namen und Datum sowie Arbeiten bekannter Künstler sind gesucht. Volkskunst-Scherenschnitte aus der Schweiz und dem Alpenraum haben eigene Sammler. Risse, Feuchtigkeitsflecken und abgelöste Teile mindern den Wert. Alben mit vielen Schattenrissen geben Einblick in Freundeskreise des Biedermeier und werden als Ganzes bewertet.
So prüfen Sie es
- saubere, leicht unregelmäßige Schnittkanten
- Scherenansätze unter der Lupe
- aufgeklebtes Profil
- Inschriften mit Namen und Datum
- gleichmäßige Kanten bei Laserschnitt
Scherenschnitt verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular