Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Manufaktur: Juweliere & Schmuck

Fabergé

St. Petersburg – Moskau, 1842–1918

St. Petersburger Juwelier des Zarenhofs unter Peter Carl Fabergé, bekannt für die kaiserlichen Ostereier, Guilloché-Email und Steinschnitt.

Gustav Fabergé eröffnete 1842 in St. Petersburg eine Goldschmiedewerkstatt, die sein Sohn Peter Carl ab 1872 übernahm. 1885 erhielt die Firma den Titel eines Hoflieferanten und baute für Zar Alexander III. das erste kaiserliche Osterei; bis 1916 entstanden 50 solcher Eier für die Zarenfamilie. Neben St. Petersburg unterhielt Fabergé Filialen in Moskau, Odessa, Kiew und London. Nach der Revolution von 1917 wurde die Firma verstaatlicht; Peter Carl Fabergé starb 1920 in Lausanne.

Die Firma arbeitete mit selbstständigen Werkmeistern: Michail Perchin und Henrik Wigström für Goldarbeiten und Email, August Holmström für Juwelen, Julius Rappoport für Silber, in Moskau Fjodor Rückert für Cloisonné-Email. Gesucht sind Zigarettendosen, Bilderrahmen, Klingelknöpfe, Schmuck, Miniatureier als Anhänger, Tierfiguren aus Halbedelstein, Blumenstudien in Bergkristallvasen und Moskauer Silber. Arbeiten mit Guilloché-Email auf maschinell graviertem Grund sind besonders typisch. Silberne Gebrauchsgegenstände aus der Moskauer Werkstatt sind häufiger als Goldarbeiten aus St. Petersburg.

Fabergé-Arbeiten tragen den Firmennamen in kyrillischer oder lateinischer Schrift, die Initialen des Werkmeisters, russische Feingehaltszahlen in Solotnik, etwa 56 für Gold und 84 oder 88 für Silber, und ab 1899 die Kokoschnik-Punze. Moskauer Stücke zeigen oft den Doppeladler des Hoftitels. Kaum ein Gebiet ist so stark gefälscht: falsche Signaturen auf echten russischen Silberarbeiten und komplette Neuschöpfungen sind verbreitet. Inventarnummern, Etuis und belegte Provenienz entscheiden.

Entwerfer & Personen

  • Gustav Fabergé
  • Peter Carl Fabergé
  • Michail Perchin
  • Henrik Wigström
  • August Holmström
  • Julius Rappoport
  • Fjodor Rückert

Ebenfalls: Juweliere & Schmuck

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.